„Mehr MigrantInnen in den öffentlichen Dienst“
Warum?: MigrantInnen haben im deutschen Bildungssystem einen schweren Stand. Ausgrenzung und
soziale Barrieren stehen auf der Tagesordnung. Aber auch in der Verwaltung ist es für viele
MigrantInnen schwer, an notwendige Auskünfte und Beratungen zu kommen.
Idee: Um dieser Ausgrenzung entgegenzuwirken, fordern wir: „Mehr MigrantInnen in den öffentlichen
Dienst". In den Schulen und Kindergärten bedarf es mehr LehrerInnen und KindergärtnerInnen,
welche die Benachteiligungen von MigrantInnen im deutschen Bildungssystem kennen und
aufgrund eigener Lebenserfahrung gegen Diskriminierungen vorgehen sowie Konzepte für
integrationsorientierten Unterricht entwickeln können.
Auch in der städtischen Verwaltung könnte durch die Einstellung von MitarbeiterInnen mit
Migrationshintergrund ein wichtiger Beitrag zur gleichberechtigten Teilhabe geleistet werden und
Ungleichbehandlungen entgegengewirkt werden. Deshalb wollen wir darauf hinwirken, dass
MigrantInnen in den genannten Bereichen gemäß ihres Anteils an der Gesamtbevölkerung
repräsentiert sind.
Ziele: Die Vermittlung von interkultureller Kompetenz wird durch mehr MigrantInnen im Schuldienst
gefördert. In der Verwaltung können MitarbeiterInnen mit Migrationshintergrund spezifischer auf
die Bedürfnisse von MigrantInnen reagieren.
„Zielgruppenorientierte Jobbörse für MigrantInnen“
Warum?: Die tägliche Arbeit bestimmt zu großen Teilen unsere sozialen Kontakte und definiert in nicht
unerheblichem Maß die eigenen Identität. Viele Menschen in unserem Land, auch ohne
Migrationshintergrund, kennen aus eigener Erfahrung die Schwierigkeiten, die sich bei der Suche
nach Arbeit ergeben. Wenn man jetzt noch sprachliche Barrieren und eine Sozialisation in anderen
Gesellschaften und Kulturen dazurechnet, vervielfachen sich die Probleme mit denen
MigrantInnen auf dem deutschen Arbeitsmarkt konfrontiert sind.
Idee: Gerade die sprachliche und kulturelle Vielfalt und auch das mitgebrachte Fachwissen wird in vielen
Bereichen der Wirtschaft händeringend gesucht. Hier müssen Arbeitgeber und Arbeitssuchende
gezielt zusammengebracht werden.
Ziel: Die ARGE muss hier in Zusammenarbeit mit freien Trägern eine zielgruppenorientierte Vermittlung
von Stellen vorantreiben. Dafür gilt es passgenaue Anforderungen der Unternehmen einzuholen,
detaillierte Profile der Arbeitssuchenden weiterzugeben und Ressentiments auf beiden Seiten
abzubauen.
„Stärkere Vernetzung mit den Hochschulen in Trier“
Warum?: Die Hochschulen in Trier haben ein funktionierendes Netzwerk geschaffen, das sich spezifisch um
die Interessen studierender AusländerInnen in Trier kümmert. Diese Kompetenz der
AusländerInnenreferate und Sprachkurse sollte in die gesamte Migrationspolitik in Trier
eingebracht werden.
Idee: Bei der Vernetzung aller Gruppen, die sich in Migrationsprojekten engagieren, soll den
universitären Gruppen eine besondere Rolle zugedacht werden. Ihre Erfahrungen, Projekte und
Methoden sollen besonders in die Netzwerkarbeit für MigrantInnen eingebracht werden.
Ziel: Stärkung der Kompetenz aller Gruppen, die sich für MigrantInnen engagieren. Spezifische Situation
von ausländischen Studierenden erkennen und in die Arbeit des Ausländerbeirates einbringen.
Themenschwerpunkt 2: Zivilgesellschaft und interkultureller Dialog.
Integration wird nicht ausschließlich von Stadträten und in Parlamenten gestaltet. Tatsächlich muss
Integration dort stattfinden, wo Sie wohnen. In ihrer Straße, in ihrem Stadtteil, kurzum in der
Trierer Gesellschaft entscheidet sich, ob wir in einer gerechten Stadt leben, die niemanden
ausschließt sondern offen ist für Alle, die in ihr leben. Zahlreiche Organisationen und Vereine
engagieren sich bereits für ein weltoffenes Trier, diese Gruppen und Menschen wollen wir aktiv
durch unsere Arbeit unterstützen. Überall dort, wo die Zivilgesellschaft noch nicht offen ist für die
Chancengleichheit zwischen Deutschen und BürgerInnen mit Migrationshintergrund, müssen wir
Barrieren abbauen. Wir setzen uns durch Projekte und Vernetzungsarbeit für eine Gesellschaft ein,
in der Vielfalt nicht nur gefordert, sondern auch gelebt wird. Die folgenden Programmpunkte
bieten Ihnen einen ersten Überblick, durch welche konkreten Maßnahmen wir dieses Ziel
erreichen wollen:
"FAIRmieten -VermieterInnen gegen Diskriminierung"
Warum?: Viele MigrantInnen werden auf dem Wohnungsmarkt diskriminiert. Obwohl kein Zweifel daran
besteht, dass sie die Mietkosten zahlen können, bekommen sie häufig keine Wohnungen. Betroffen
sind vor allem MigrantInnen mit geringen Deutschkenntnissen und Menschen mit dunkler Hautfarbe.
Idee: Triers VermieterInnen einladen und die Problematik mit ihnen besprechen. Gemeinsam mit den
VermieterInnen wird ein Konzept der freiwilligen Selbstkontrolle erarbeitet. Beispielsweise ein
Flyer oder eine Website mit Kontaktadressen der teilnehmenden VermieterInnen. Im Gegenzug
verpflichten sich die VermieterInnen, MigrantInnen nicht zu diskriminieren. Die MigrantInnen
können in der Folge Diskriminierungen beim neuen Integrationsbeirat melden, der sich bei
Häufung solcher Anzeigen mit dem gemeldeten VermieterInnen auseinandersetzt.
Ziele: VermieterInnen auf die Problematik hinweisen. Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt
reduzieren/abschaffen.
"Trierer Netzwerk für Organisationen der Migrations- und Integrationsarbeit"
Warum?: Zur Zeit herrscht ein Mangel an Austausch und Vernetzung zwischen den bestehenden
Organisationen, die in Trier zu den Themenbereichen Migration und Integration arbeiten. Für
Außenstehende ist das unterschiedliche und sich ergänzende Angebot der verschiedenen Gruppen
nur schwer zu durchschauen; oft ist nicht bekannt, wer derzeit welche Projekte durchführt und
plant, fruchtbare Zusammenarbeit wird dadurch erschwert.
Idee: Der Beirat will ein Netzwerk schaffen in dem sich die verschiedenen Organisationen austauschen
und über die Aktivitäten anderer informieren können. Projekte können so in Zusammenarbeit
durchgeführt und besser koordiniert werden. Das Gesamtangebot wird, insbesondere für
MigrantInnen selbst, übersichtlicher. Eine solche gemeinsame Plattform könnte vom Beirat
moderiert werden. Die Homepage des Beirats könnte als erste Anlaufstelle und Informationspool
dienen und an die anderen Gruppen weiterverweisen.
Ziel: Trierer Migrations- und Integrations-Institutionen vernetzen und Angebote koordinieren.
Verstärkte Zusammenarbeit und größeres politisches Gewicht durch gemeinsamen Austausch
"Projektberatung"
Warum?: Zahlreiche Projekte in Trier setzen sich mit den Themen Integration, Interkulturelle Bildung und
Rechtsextremismus auseinander. Viele dieser Projekte bieten vor allem auch MigrantInnen eine
Chance, sich durch Engagement in die Gesellschaft einzubringen. Diese Möglichkeiten gilt es
auszubauen.
Idee: Projektsprechstunde zur Unterstützung bei der Antragstellung und Stiftungssuche. Außerdem
Angebot einer objektiven Projektevaluation. Darüber hinaus könnte der neue Beirat die Vielzahl an
Projekten koordinieren und überblicken. Schließlich muss es ein Anliegen des Integrationsbeirats
sein, bestehende Projekte aktiv zu bewerben.
Ziele: Migrantinnen für die Projektarbeit begeistern und gewinnen. Projekte aktiv im
Bürokratiedschungel unterstützen, koordinieren und bei ihrer Verbesserung mithelfen.
"Aktiv gegen Rechts"
Warum?: Seit Mitte dieses Jahres ist die NPD im Trierer Stadtrat vertreten. Noch im Wahlkampf kam es zu
gewalttätigen Übergriffen von Rechtsextremen auf junge AntifaschistInnen. Wir sehen darin eine
steigende Tendenz, dass Rechtsextremismus in Trier an Gewicht gewinnt und mit ihrem
rassistischen Gedankengut eine ernstzunehmende Gefahr für die Demokratie darstellt.
Insbesondere MigrantInnen werden durch rechtsradikale Parolen heftigst diskriminiert und sind
einer psychischen und physischen Bedrohung ausgesetzt.
Idee: Wir wollen v.a. Jugendliche ansprechen und für die Problematik rund um Rechtsextremismus
sensibilisieren. In schulischer und außerschulischer Bildungsarbeit, (Jugendzentren,
Jugendorganisationen etc.) soll interaktiv und in gemeinsamen Aktionen und Diskussionen auf die
Gefahren von Rechtsradikalismus aufmerksam gemacht werden. Es gibt in Trier bereits
unterschiedliche Bildungsangebote zu diesen Themen (s. Projektberatung). Der Beirat will
bestehende Angebote stärker bewerben und ihre Durchführung fördern (Fundraising). Bei Bedarf
sollen zudem, in Kooperation mit unterschiedlichen Partnern, neue Projekte konzipiert werden.
Ziel: Jugendliche für Gefahren durch Neofaschismus sensibilisieren.
Bildungsangebote zu Rechtsextremismus und Antirassismus bewerben und fördern
"Infoveranstaltungen zu BürgerInnenrechten und Verbraucherschutz dort anbieten, wo die Menschen wohnen!"
Warum?: Rechte kann man nur in Anspruch nehmen wenn man sie kennt.Viele MigrantInnen sind nicht
ausreichend über ihre Rechte informiert. BetrügerInnen, Call-Center, Dienstleister, Telefonanbieter
und so manche Behörde nutzen die Unwissenheit von MigrantInnen aus. Sie verkaufen z.B. Abos
die niemand haben wollte oder verweigern Auskünfte.
Idee: Informationsveranstaltungen zu Bürgerrechten und Verbraucherschutz auf verschiedenen
Sprachen in den Stadtteilen Triers durchführen. Die ZuhörerInnen sollen hier auch Zeit bekommen
um Fragen zu stellen und ihre konkreten Probleme zu schildern.
Ziel: MigrantInnen über ihre Rechte aufklären!
"MentorInnenprojekt für Neuzugewanderte"
Warum?: Es ist gar nicht leicht, sich in einem fremden Land zurecht zu finden. Insbesondere dann, wenn
man/frau noch niemanden kennt, die Sprache noch nicht beherrscht und die Gepflogenheiten
noch nicht durchschaut.
Idee: Wir suchen nach TrierInnen, die dazu bereit sind, NeuzuwandererInnen, den Einstieg in ihr neues
Leben zu erleichtern. Die „MentorInnen“ zeigen ihnen die Stadt, die schönsten Cafés und begleiten
sie beim Gang zu den wichtigsten Institutionen und Behörden. Optimal wäre es, Menschen
zusammenzubringen, die sich in ähnlichen Lebenssituationen befinden, z.B. Kinder im selben Alter
haben, in Trier studieren etc.
Ziel: In England hat ein ähnliches Programm große Erfolge erzielt. Für Trier gilt: Chancen zur Integration
von Anfang an nutzen!
"Dolmetscherfeuerwehr"
Warum?: Sprachbarrieren sind eine häufige Ursache für Probleme zwischen Einrichtungen wie zum Beispiel
Schulen, Kintergärten etc. und BürgerInnen mit Migrationshintergrund. Eine Sprache zu lernen
erfordert viel Zeit, währenddessen kommt es immer wieder zu Terminen die noch nicht alleine
bewältigt werden können.
Idee: Wir wollen Menschen mit Deutsch- und Fremdsprachenkenntnissen anwerben, um MigrantInnen
mit Sprachdefiziten zu unterstützen. Diese "Dolmetscherfeuerwehr" soll zum Beispiel bei
Elterngesprächen oder Behördengängen zum Einsatz kommen.
Ziel: Kommunikation zwischen Deutschen und MigrantInnen bei wichtigen Terminen trotz
Sprachbarrieren ermöglichen.
„Interkulturelle Freizeitgestaltung für Jugendliche (Sport und Kunst)“
Warum?: Oft ist jugendlichen MigrantInnen der Zugang zu Freizeitaktivitäten (aufgrund von finanziellen,
sprachlichen und kulturellen Barrieren) verwehrt. Dabei stellen gerade Freizeitaktivitäten ein
großes Potential für die gesellschaftliche Integration von Jugendlichen dar.
Idee: Wir wollen das Freizeitangebot insbesondere für Jugendliche mit Migrationshintergrund in Trier
ausbauen und den interkulturellen Austausch innerhalb dieser Freizeitaktivitäten stärken. Wir
wollen Interkulturalität in den Bereichen Sport und Kunst intensivieren, um ein vorurteilsfreies und
solidarisches Miteinander unter den Jugendlichen zu fördern.
Ziel: Zugang für jugendliche MigrantInnen zu breitem Freizeitangebot.
Interkulturellen Charakter von Freizeitangeboten für Jugendliche stärken.
"Interreligiöser Dialog"
Warum?: Es lässt sich nicht verleugnen, dass viele Entscheidungen getroffen werden, von Traditionen, die
aus der Religion erwachsen sind oder direkt mit religiösen Regeln begründet werden. Auch wird
das Bild des Gegenübers sehr stark von Annahmen über die Religion des jeweils Anderen geprägt.
Gerade in einer Stadt wie Trier, deren Geschicke Jahrhunderte lang eng mit Religion verknüpft
waren und sind, sollte dieses wichtige Thema des gesellschaftlichen Miteinanders nicht
ausgeblendet werden.
Idee: In Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Religionsgemeinschaften ist eine breit geführte
öffentliche Diskussion, über Gemeinsamkeiten und Differenzen der Religionen zu führen.
„Medi-Netzwerk – medizinische Versorgung für Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus in Trier schaffen“
Warum?: Die medizinische Versorgung ist für Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus in Deutschland sehr
schwierig. Viele dieser Menschen gehen erst zu Ärzten wenn es schon zu spät ist, da sie über keine
Krankenversicherung verfügen und aus Angst, dass ihre Daten an die Ausländerbehörde
weitergeleitet werden. Doch für uns ist die medizinische Versorgung ein elementares Recht jedes
Menschen.
Idee: Um diesem Zustand in Trier entgegenzuwirken, wollen wir ein Netzwerk von MedizinerInnen
schaffen, die bereit sind Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus anonym und kostenlos zu
versorgen. Modelle für dieses Projekt werden in anderen Städten in Deutschland seit Jahren
erfolgreich praktiziert, wie z.B. in Berlin oder Mainz.
Ziel: Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus anonym und kostenlos medizinische Versorgung
zukommen lassen. Längerfristig sind wir der Ansicht, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen in
Deutschland so geändert werden müssen, dass alle Menschen in Deutschland Zugang zu
medizinischer Versorgung haben.
Themenschwerpunkt 3: politische und institutionelle Rahmenbedingungen schaffen.
Kommunales Integrationskonzept begleiten, umsetzen und weiterentwickeln!
Integration funktioniert nicht von allein. Sie muss gestaltet und gefördert werden.
Deshalb begrüßen wir es sehr, dass die Stadt sich auf den Weg hin zu einem kommunalen
Integrationskonzept begeben hat, an dem sich von Anfang an viele Menschen interessiert gezeigt
haben. Dieser Beteiligungsprozess muss fortgesetzt werden. Papier ist geduldig... Desto mehr
fühlen wir uns verpflichtet, darauf zu achten, dass die im Entwurf vorliegenden Zielvorgaben und
Einzelmaßnahmen konsequent umgesetzt werden.
Die gleichberechtigte Teilhabe ALLER hier wohnenden Menschen am gesellschaftlichen Leben.
Trier sind wir! Dabei wollen wir folgende Punkte umsetzen:
"Kommunales Wahlrecht für AusländerInnen"
Warum?: In der Kommune werden Entscheidungen getroffen, die selbstverständlich Menschen ohne
deutschen Pass genauso betreffen wie alle anderen. Insofern müssen sie das Recht und die
Möglichkeit bekommen, diese zu beeinflussen. Politische Gleichberechtigung muss am Anfang
jeder Integration stehen.
Idee: Der Stadtrat hat sich mehrheitlich für ein kommunales Wahlrecht in diesem Sinne ausgesprochen.
Wir werden nun den Rat daran erinnern, dass eine Resolution allein noch keine Gesetzesänderung
bewirkt.
Ziel: Politische Partizipation und demokratische Teilhabe ermöglichen!
"Hauptamtliche/r Integrationsbeauftragte/r"
Warum?: Die Umsetzung des Integrationskonzeptes darf nicht dem Zufall überlassen werden. Da Integration
eine Querschnittaufgabe ist, d.h. in allen Politikbereichen bedacht werden muss, brauchen wir eine
Verankerung an der Spitze der Verwaltung.
Idee: Daher fordern wir die Position einer/s hauptamtlichen Integrationsbeauftragte/n mitsamt
ausreichender Zuarbeit. Bei der Besetzung dieser Position muss darauf geachtet werden, dass sie
mit einer Person versehen wird, die selbst über Migrationserfahrung verfügt. Denn Betroffene
wissen selbst am besten, wo der Schuh drückt.
Ziel: Die Verwirklichung des Integrationskonzeptes bestmöglich gewährleisten!
"Integrationsbehörde schaffen"
Warum?: Die jetzige Ausländerbehörde verfolgt einen repressiven Ansatz. Ihr geht es nicht um Integration,
sondern darum, gesetzlichen Vorgaben zu genügen. Einen Paradigmenwechsel hin zu einer
weltoffenen Gesellschaft hat sie strukturell bis heute nicht nachvollzogen.
Idee: Wir wollen die Ausländerbehörde nach dem Vorbild des BürgerInnenamtes zu einer
Dienstleistungsbehörde weiterentwickeln. Hier werden Menschen gemäß ihrer Bedürfnisse
umfassend beraten und auf rechtliche Möglichkeiten hingewiesen. Hierdurch soll die Integration
insbesondere in den Bereichen Arbeit, Bildung und Gesundheit unterstützt werden.
Diese Idee braucht Zeit um Wirklichkeit zu werden. Die aktuellen Probleme die MigrantInnen mit
der Ausländerbehörde haben, dürfen dabei nicht vergessen werden. Wir werden im Internet über
Verfehlungen der Behörde berichten und die Presse über gravierende Missstände informieren.
Ziel: Umgestaltung der Ausländerbehörde zu einer bedarfsorientierten Anlaufstelle für MigrantInnen.
Bis dahin: Missstände aufdecken!
"Flüchtlinge berücksichtigen und unterstützen"
Warum?: Die zentrale Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in der Dasbachstraße ist eine Trierer
Besonderheit. Wenn Menschen dort ankommen, kann niemand vorhersagen, wie lange sie in
Deutschland bleiben werden. Selbst wenn ihr Asylantrag abgelehnt wird (wie es leider so oft der
Fall ist), können sehr unterschiedliche Umstände eine Rückkehr in das Herkunftsland für lange Zeit
und oft auch für immer verhindern.
Idee: Deshalb müssen Flüchtlinge mit dem Tag ihrer Einreise ein Recht auf Integration und einen Zugang
zu allen dazu gehörenden Angeboten haben. Das kommunale Integrationskonzept wollen wir
deshalb so ausgestalten, dass die Gruppe in allen Politikfeldern berücksichtigt wird und eine
besondere Unterstützung erfährt.
Ziel: Integration muss mit dem 1. Tag beginnen.
„Zentrale Anlaufstelle für MigrantInnen“
Warum?: Im Alltag ergeben sich viele Probleme, die eines kompetenten Ansprechpartners bedürfen. Eine
Anlaufstelle, die eine schnelle unbürokratische Auskunft geben kann und eine fähige
Ansprechperson vermittelt, ist eine Erleichterung der Lebenssituation für MigrantInnen in Trier.
Idee: Der Integrationsbeirat soll als erste zentrale Anlaufstelle ausgestaltet werden. Durch den Rückgriff
auf das Netzwerk von Organisationen der Migration- und Integrationsarbeit kann der Beirat
weitere Hilfestellungen vermitteln,
Ziel: Zentrale, kompetente und bedarfsorientierte Anlaufstelle für MigrantInnen in allen Lebenslagen.
"Ausreisezentrum in Trier schließen"
Warum?: Das angebliche Ziel des Ausreisezentrums Flüchtlinge bei der Ausreise aus Deutschland zu beraten,
ist Augenwischerei. Tatsächlich werden Flüchtlinge dort psychisch unter Druck gesetzt und
manipuliert, und so zur Ausreise gezwungen.
Idee: Für uns ist kein Mensch illegal. Wir fordern die direkte Schließung des Ausreisezentrums und ein
menschenwürdiges Integrationsprogramm für Flüchtlinge in Trier. Deshalb werden wir alle
Initiativen unterstützen, die dieses Ziel mit uns teilen.
Ziel: Das Ausreisezentrum schließen und die menschenunwürdige Behandlung stoppen.
Integrationsangebot für Flüchtlinge schaffen.